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Blockierte Republik - Bürgerproteste behindern technologische Großprojekte
Die Energiewende in Deutschland ist beschlossene Sache. Die Umsetzung gestaltet sich aber schwieriger als gedacht. Investitionen in Milliardenhöhe werden durch Bürgerbegehren blockiert. Zwar wollen die meisten Bürger saubere Energie, aber bitte nicht vor der eigenen Haustür: keine Windkraftanlage, kein neuer Hochspannungsstrommast.
Bis zum Jahr 2020 werden in Deutschland rund 2.000 Kilometer neue Hochspannungsleitungen benötigt. Sie sollen den aus Windenergie erzeugten Strom von der Nord- und Ostseeküste zu den Industriestandorten im Süden Deutschlands bringen. In vielen Regionen protestieren die Bürger gegen die neuen Leitungen. Sie haben Angst vor elektromagnetischer Strahlung, die angeblich sogar Herzschrittmacher zum Stillstand bringen kann. Viele Anwohner organisieren sich in Bürgerinitiativen wie zum Beispiel dem Verein "Pro Erdkabel" im Harzvorland. Sie wehren sich gegen die 70 Meter hohen Masten in der Landschaft und fordern die unterirdische Verlegung der Leitungen. Eine Reportage von Claudia Laszczak.
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Lipp-System - Deutsche Umwelttechnologie für Japan
Mit Biogasanlagen auf Erfolgskurs: Das baden-württembergische Familienunternehmen Lipp ist schon längst ein Global Player, auch in Japan ist die Firma erfolgreich - und liegt damit voll im Trend. Gerade wird Tepco, die Betreiberfirma des Katastrophenkraftwerks Fukushima, verstaatlicht. Ein Jahr nach dem Unglück sind in Japan Erneuerbare Energien gefragter als je zuvor.
Die Idee ist jetzt schon ein paar Jahrzehnte alt: während der Ölkrise in den 70ern kam Firmengründer Xaver Lipp eine bahnbrechende Idee zur Konstruktion von Biogasanlagen. Die Umwelttechnologie wurde daraufhin zum wichtigen Bestandteil des Familienbetriebs. Seit der Gründung vor über 50 Jahren haben die Tüftler der Familie Lipp mehr als 170 Patente angemeldet und dafür zahlreiche Preise gewonnen. Seit 20 Jahren ist das Unternehmen auch in Asien vertreten, um die Geschäfte kümmert sich hier die Enkelin des Firmengründers. Sie selbst hat mehrere Jahre mit ihrer Familie in Japan gelebt - und ist so vertraut mit den kulturellen Besonderheiten. Im japanischen Sendai, nördlich von Tokio, wurde nun die zweite Biogasanlage gebaut, ein 20 Millionen Euro Projekt. Die Anlage ist inzwischen sogar zum Vorzeigeobjekt geworden. Unser Reporter Michael Hyngar hat sich alles angeschaut.
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China in der Warteschleife - Berlins neuer Großflughafen
Vor vier Jahren kam die chinesische Hainan Airline nach Berlin und eröffnete eine direkte Flugverbindung zwischen Peking und der deutschen Hauptstadt. Mit der Eröffnung des Großflughafens "Willy Brandt" sollte die Route ausgebaut werden. Aber die für Anfang Juni geplante feierliche Einweihung ist eben gerade auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Hainan Air ist verstimmt.
Eigentlich wollten in diesem Sommer hunderte Chinesen die deutsche Hauptstadt und über Berlin hinaus ganz Europa besuchen. Denn die Fluglinie will von Berlin aus den europäischen Markt erschließen. Dabei setzt Shi Zhiwei, der Geschäftsführer von Hainan-Deutschland, auch auf die bereits bestehende Kooperation mit Air Berlin. Neben der politischen und wirtschaftlichen Relevanz der direkten Flugverbindung zwischen den beiden Hauptstädten, setzt Shi Zhiwei vor allem auf den wachsenden chinesischen Tourismus. Denn Berlin steht bei vielen Chinesen als Reiseziel ganz oben auf der Wunschliste. Hagen Tober.
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Bürgerproteste - ein Problem für die deutsche Wirtschaft?
Wenn Unternehmen in Deutschland Großprojekte planen, müssen sie immer öfter mit Widerstand rechnen. Mündige Bürger fordern ihre Rechte ein, deshalb ist es wichtig, bei der Planung großer Infrastrukturmaßnahmen rechtzeitig für Transparenz zu sorgen, sagt unser Studiogast Tilman Brück vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung.
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Europa zittert - Nach den Wahlen in Frankreich und Griechenland
Nie wurden Wahlen in Europa mit mehr Aufmerksamkeit verfolgt, als jetzt die Wahlen in Frankreich und Griechenland. Es sind Schicksalswahlen für den Euro: Hält der Fiskalpakt? Bleibt es bei den Sparprogrammen? Und was ändert sich an der Wirtschaftspolitik in den Staaten Frankreich und Griechenland selbst?
Tatsache ist: in beiden Ländern sind die amtierenden Politiker vor allem wegen ihrer Wirtschaftspolitik abgewählt worden. Unser Reporter Dan Hirschfeld kennt die Zahlen: Er zeigt die Lage auf dem Arbeitsmarkt der beiden Staaten, Trends bei der Neuverschuldung und die erwarteten Wachstumsraten.
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Contall - Containerproduktion in Frauenhand
Frauen sind in Führungspositionen nach wie vor unterrepräsentiert. In der deutschen Stahlindustrie sind Eigentümerinnen sogar wahre Exoten. Bettina und Jana Kretschmer haben deshalb eine Vorbildfunktion: In ihrem mittelständischen Unternehmen Contall bauen sie Container.
Vor acht Jahren übernahm Bettina Kretschmer das Unternehmen Contall. Die Firma in der ostdeutschen Provinz hat sich auf den Bau von Containern spezialisiert. Seitdem wuchs das Unternehmen rasant. Die studierte Betriebswirtin konnte sich erfolgreich in einer Männerdomäne durchsetzen. Inzwischen ist auch ihre Tochter in das Unternehmen eingestiegen: Jana Kretschmer leitet die Marketingabteilung und könnte eines Tages die Firma übernehmen. "Made in Germany" hat die beiden in ihrem Unternehmen in Zörbig, in der Nähe von Leipzig besucht. Unser Reporter Miltiades Arsenopoulos hat einen Tag lang hinter die Kulissen von Contall geblickt und ist dem Erfolgsgeheimnis der beiden Unternehmerinnen auf der Spur gewesen.
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Lettland - junge Fachkräfte verlassen das Land
Einst galt Lettland als wirtschaftliche Lokomotive im Baltikum. Doch die internationale Wirtschaftskrise hat dem Land extrem geschadet. Bis vor kurzem lag das Wachstum noch bei mehr als 8 Prozent. In diesem Jahr werden es vermutlich nur noch 3 Prozent sein - zu wenig um das Lebensniveau der Bevölkerung nachhaltig zu heben. Besonders die gut ausgebildeten jungen Leute suchen ihr Heil im Ausland.
In dem einstigen Boomland ist Ernüchterung eingetreten. Viele Letten haben sich mit Privatkrediten überschuldet, die Betriebe zahlen niedrige Löhne und exportieren zu wenig. Die Konsequenz: Viele junge Letten mit einer gute Schulbildung wandern aus. Das 2,1 Millionen Volk hat nach neusten Berechnungen in den letzten Jahren mehr als 200.000 Einwohner durch Auswandern verloren. Ein enormer Aderlass, der die wirtschaftliche Erholung gefährdet. Lettland braucht mehr Wachstum, um schneller das Lebensniveau westlicher Länder zu erreichen. Eine Reportage von Karl Harenbrock.
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Wie geht es weiter mit der Eurozone?
In Frankreich und Griechenland haben die Wähler ihren Unmut über die Europa-Politik klar zum Ausdruck gebracht. Was sind die Konsequenzen der Wahl? Ist der Zusammenhalt der Eurozone gefährdet? Darüber sprechen wir mit unserem Studiogast Ferdinand Fichtner vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung.
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Handmade in Germany: Ballonbauer Schroeder aus Schweich
Rund 1200 Quadratmeter - so groß ist die Hülle eines Heißluftballons. In der Näherei des Ballonherstellers Schroeder werden die Nylon- oder Polyesterstreifen zusammengefügt. Auch die Brenner und Körbe produziert der Familienbetrieb selbst. Dann kommt der große Moment - das Aufrichten des fertigen Ballons. "Made in Germany" ist für die Serie "Handmade" dabei.
Ein einfacher Heißluftballon ist für ab 40.000 Euro zu haben, oft schwebt er als Werbeträger am Himmel. Die Firma Schroeder exportiert die Ballone weltweit und stellt viele Spezialanfertigungen her - so werden bereits Hüllen mit den Gesichtern von Königen oder in der Form von Biergläsern hergestellt. Der zweite große Absatzmarkt ist der Ballonsport: Deutschland ist mit 1300 ausgebildeten Piloten Europas größte Ballonfahrernation. Eine Reportage von Marion Hütter.
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La generación perdida? Die verlorene Generation?
Spanien hält einen traurigen Rekord: Gut die Hälfte aller Jugendlichen sind arbeitslos. "La generación perdida", die verlorene Generation nennen die Spanier selbst diesen Trend. Uni-Absolventen hangeln sich von Praktikum zu Praktikum, Ingenieure verlassen das Land und Schulabgänger bewerben sich erfolglos auf hunderte Stellen.
In Südspanien, wo die Arbeitslosigkeit am größten ist, organisieren die jungen Arbeitslosen Proteste. Francisco Jurado ist einer der Aktiven der Bewegung „Democracia Real Ya“ (Echte Demokratie jetzt). Der junge Jurist aus Sevilla findet seit seinem Studienabschluss keine Stelle und hat sich deshalb mit anderen aus seinem Jahrgang zusammengetan. Gemeinsam organisieren sie seit letztem Jahr Proteste gegen die Banken und das Sparpaket der spanischen Regierung. Von ihrer Wohngemeinschaft aus vernetzen sie sich per Internet landesweit und bereiten neue Aktionen in Sevilla vor. Julia Henrichmann hat bei den jungen Menschen nachgefragt: Wie sehen sie ihre eigenen Perspektiven?
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Abwanderung verhindern - Wie Venedig seine Hochschulabsolventen halten will
Die schönste Stadt der Welt, gutes Essen, dolce vita - warum sollte jemand Venedig verlassen wollen? Drei von vier Hochschulabgängern in Italien wollen auswandern. Zuhause gibt es für sie kaum Jobs, nicht mal im Norden, dem Wirtschaftsmotor Italiens. Was tun die Unis und die Unternehmen in der Region Venedig dagegen?
In Venedig kann man Architektur und Design, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften studieren. Und die Unis haben keinen schlechten Ruf. Dennoch wollen auch hier 75 Prozent der Absolventen das Land verlassen, weil die Wirtschaftskrise die strukturellen Probleme des italienischen Arbeitsmarktes noch verschärft. Die Einstiegsgehälter für Jungakademiker liegen weit unter EU-Durchschnitt und die wenigen Jobs werden „unter der Hand“ vergeben. Joachim Eggers begleitete drei Studenten, die es dennoch versuchen und zeigt, wie sie dabei von den Unis und regionalen Unternehmen unterstützt werden.
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Lehrlingsmangel in Deutschland - Hilfe aus dem Nachbarland
Früher bewarben sich Lehrlinge bei Firmen - jetzt ist es manchmal umgekehrt. Besonders mittelständische Betriebe abseits der deutschen Großstädte klagen über Mangel an qualifizierten Bewerbern, sie spüren den demographischen Wandel und die Konkurrenz der großen Konzerne. Hier hilft die Cottbusser Handwerkskammer: mit Bewerbern aus dem Nachbarland Polen.
Während in anderen europäischen Ländern die Jugendarbeitslosigkeit steigt, ist das Problem in Deutschland ein anderes: rund 75 000 Lehrstellen konnten im letzten Jahr nicht besetzt werden, weil geeignete Bewerber fehlten, schätzt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag. Um die freien Stellen zu besetzen kooperiert die Handwerkskammer Cottbus mit einer polnischen Schule, die nun Deutschkurse zur Vorbereitung auf die Ausbildung in Deutschland anbietet. Marion Hütter hat mit den Schülern gesprochen und einen polnischen Auszubildenen in einem deutschen Betrieb getroffen - ein Berufstart zwischen Hoffnung und Heimweh.
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Es geht auch anders - Existenzgründer in Berlin
Die Arbeitswelt der jungen Generation hat sich verändert, das klassische Büro hat ausgedient - zumindest im Betahaus Berlin. Selbständige finden hier Arbeitsplätze auf Zeit in Gemeinschaftsräumen mit anderen Kreativen des digitalen Zeitalters. "Coworking" nennt sich das. Die Idee: Gemeinsam arbeiten und sich austauschen. Hier kommen junge Menschen aus ganz Europa zusammen.
Im Betahaus Berlin arbeiten rund 200 junge Freiberufler auf 2000qm. Vom Architekten, über den Programmierer bis hin zum Anwalt und Journalisten sind alle Berufe vertreten. Selbständige aus allen Teilen der Welt zieht es nach Berlin. Oft brauchen sie nicht mehr als einen Laptop zum Arbeiten. Coworking Spaces bieten ihnen das richtige Arbeitsumfeld. Anja Kimmig hat einige von ihnen getroffen. Die Wirtschaftswissenschaftlerin Daiana Bassi kommt aus Italien und betreibt im Betahaus nun Marktforschung für ein neu gegründetes Berliner Start-Up. Ihre Jobchancen in Italien sieht sie kritisch. Auch der Grieche Vassilios Bartzokas ist vor zwei Monaten vom krisengeschüttelten Athen nach Berlin gezogen und hat sein eigenes Start-Up gegründet. Die Krise begreift er auch als Chance. Inzwischen gibt es auch Betahäuser in Köln und Hamburg. In Barcelona und Sofia sind weitere geplant.
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Deutschland als Magnet für Arbeitskräfte aus ganz Europa
Mit unserem Studiogast, dem Start-Up Unternehmer Ijad Madisch, sprechen wir über die Jobperspektiven junger Menschen. Er selbst hat ein Facebook für Wissenschaftler gegründet und beschäftigt mittlerweile 100 junge Leute, darunter viele Spanier, Skandinavier und Italiener.
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Sozial für einen Tag - Harte Arbeit für den guten Zweck
Wie lässt sich das Gewissen der Besserverdienenden für soziale Zwecke anzapfen? Statt einfach nur Geld zu spenden, packen manche lieber selbst mit an. Die Münchener Initiative "Artists for Kids" bietet handfeste Arbeit mit Hacke und Spaten für's gute Gewissen. Für benachteiligte Großstadtkinder soll ein verlassener Bauernhof umgebaut werden.
Nach dem Winter gilt es auch, den Garten herzurichten, Zäune zu setzen, Teiche und Komposthaufen anzulegen. Holger Trzeczak ist dabei, wenn die 70 Vertriebler der Münchener Paramount GmbH nach Weicht im Allgäu ausrücken und ein paar Stunden die Ärmel hochkrempeln. Mittags brutzelt der Grill, und abends ist man auch schon wieder zuhause. Helfen als Event, dem Teamgeist der Filmleute tut es gut, dem sozialen Gewissen auch. Eine Reportage über das amerikanische Prinzip "Charity" und wie es sich in Deutschland wandelt.
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Handmade: Strandkörbe aus Familienhand
1772 gründete die Familie Eggers einen Handwerksbetrieb zur Herstellung von Korbwaren. Heute 240 Jahre später existiert der Familienbetrieb immer noch. Eggers gehört zu den wenigen Strandkorbherstellern, die es noch in Deutschland gibt. Rund 4000 Strandkörbe verlassen jährlich die Fabrik.
Zwar übernehmen das Sägen der Korbgerüste inzwischen Maschinen, geflochten werden die Strandkörbe aber wie seit eh und je von Hand. Hagen Tober war bei Eggers in Mölln, nahe der deutschen Ostseeküste. Das Unternehmen gehört zu den ältesten Familienbetrieben in Deutschland. Die Korbmacherei blickt in eine gute Zukunft, der Nachwuchs steht bereit und die Nachfrage nach handgemachten Strandkörben steigt.
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Der freie Trader - spekulieren auf eigene Rechnung
An den Weltfinanzmärkten auf eigene Rechnung spekulieren, nur mit eigenem Geld? Kann man davon leben? Auf Aktien, Zertifikate, Anleihen, frei von zu Hause aus und ständig nur auf eigenes Risiko? So wie einst George Soros oder Warren Buffett oder Andre Kostolany in ihren Anfängen? Man kann!
Etwa 1000 Deutsche sitzen täglich am Rechner und überlegen sich morgens, mit welcher Anlageidee sie den Tag bestreiten. Man nennt sie "Trader auf eigene Rechnung". Alexander Hirsekorn aus Saarbrücken hat vor 15 Jahren als Student begonnen, die Finanzmärkte zu seinem Lebensunterhalt zu machen. Ohne Fondsmanager, ohne Bankberater im Rücken. Er hat Lehrgeld zahlen müssen, besonders als die Dotcom-Blase 2000 platzte. Die Finanzkrise 2008 hat ihn dann nicht mehr überrascht. Da wusste er schon, wie man Geld verdient, während die Masse einbüßt. Axel Dreyer hat den freien Trader getroffen. Mit der Gier des Spekulanten hat sein Lebensentwurf wenig zu tun. Er spekuliert mit eigenem Geld und kann sich Gier gar nicht leisten. Schließlich ist er Familienvater.
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Die EU-Krisenländer - Hat Irland seine Hausaufgaben gemacht?
Irland war eines der ersten Opfer der europäischen Schuldenkrise und musste im September 2010 unter den Rettungsschirm von EU und IWF flüchteten. Dank harter Sparmaßnahmen hat sich das Land besser erholt als Griechenland oder Portugal. Doch die Probleme sind noch nicht beseitigt, denn die Arbeitslosigkeit ist hoch und die irische Wirtschaftsleistung schrumpft.
Maßnahmen wie Lohnkürzungen im öffentlichen Sektor, Streichung von Sozialleistungen sowie die Erhöhung der Mehrwertsteuer von 21 auf 23 Prozent belasten die Bürger und den privaten Konsum. Die Prognose für dieses Jahr von 1,3 Prozent Wachstum musste die Regierung kassieren. Dabei hat sich Irland gegenüber den internationalen Geldgebern verpflichtet, seine Neuverschuldung im laufenden Jahr auf 8,6 Prozent der Wirtschaftsleistung zu drücken. Sonja Schock hat nachgefragt: Hat Irland seine Hausaufgaben sorgfältig gemacht oder ist das Land immer noch ein Risiko für Europa?
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Wie schlagen sich die europäischen Krisenländer?
Ist Irland auf einem guten Weg und wie kann Spanien aus der Krise kommen?
Mit Thomas Straubhaar vom Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) sprechen wir über die schwelende Euro-Krise und mögliche Auswege.
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Kunstmarktboom - Berlin als Sprungbrett für junge Galeristen
Im Krisenjahr 2008 mit Kunst eine Existenz gründen, dazu gehörte damals viel Mut. Zwei junge Galeristen haben es gewagt und sich in Berlin selbständig gemacht. Mit ihrer Spezialisierung auf lateinamerikanische Kunst konnten sie sich in der jungen Berliner Kunstszene erfolgreich behaupten.
Nach den Umsatzeinbrüchen der Krisenjahre wurden 2011 international wieder Rekordpreise für Kunst erzielt. Der Aufwärtstrend macht sich auch bei den Berliner Galeristen bemerkbar. Die richtigen Kunden und Künstler zu finden, spielt dabei eine wichtige Rolle. Am Standort Berlin ist viel internationales Publikum unterwegs, eine junge Kunstszene hat sich entwickelt, Künstler aus aller Welt haben sich hier niedergelassen. Sie zu entdecken und zu fördern - damit wollen die Galeristen ihr Geld verdienen. Ihr Ziel ist es, nach und nach die großen Kunstmessen in Asien und Lateinamerika zu erobern, um dort die Märkte zu erschließen. Anja Kimmig hat die beiden Galeristen und Künstler in Berlin getroffen.
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